Reisevorbereitungen

Das Projekt

Fräulein „So-La-La“ ist ein Kunstprojekt mit dem Ziel eine Geschichte um die Welt reisen zu lassen. Für manche Ohren mag dieser Anspruch überheblich und großspurig klingen. Aber gerade daraus zieht das Projekt seinen Reiz.
Es ist eine Einladung, das Fräulein „So-La-La“ ein Stück auf ihrer langen Reise zu begleiten. Über die Dauer und Route der Strecke entscheiden die Leser der Geschichten. Ebenso wie es ihnen überlassen ist, die Sprache zu bestimmen, derer sich das Fräulein „So-La-La“ auf ihrer jeweiligen Etappe bedient.

Alles nimmt seinen Anfang mit einem verstaubten Globus, den das Fräulein „So-La-La“ in der Dachkammer ihres Vaters entdeckt. Als sie herausfindet, wie einfach es ist, mit dem Zeigefinger bis ans Ende der Welt zu reisen, ohne dabei eine einzige Schuhsohle zu verschwenden, macht sie sich selbst auf den Weg.
Das Fräulein „So-La-La“ startet ihr Abenteuer nicht als gedrucktes Buch. Indem sie auf Papier und Druckerschwärze verzichtet, schwebt sie federleicht ihrem Ziel entgegen. Auf diese Weise gerät sie nie in Gefahr, in einem Bücherregal zu verstauben. Der Mausklick eines Zeigefingers weht sie heran. Mit dem nächsten eilt sie wieder davon.

Die erste Leseprobe verleitet vielleicht zu der Annahme, es mit  übertriebenem Hokuspokus zu tun zu haben.  In Wirklichkeit  bemühen sich die Geschichten des Fräuleins „So-La-La“ nach Kräften, den Regeln der Schwerkraft und der Physik Genüge zu tun. Manche der berichteten  Ereignisse mögen aus der  Perspektive  hochgezogener Augenbrauen, gestreckter Zeigefinger und mitleidiger Stimme bei den Haaren herbeigezogen wirken. Aus dem Blickwinkel eines Mädchens, das aufrecht unter dem Küchentisch steht, ohne sich den Kopf anzustoßen, erscheinen sie  jedoch  durchaus glaubwürdig.

Das Fräulein „So-La-La“ ist  keine  wirkliche Erfindung. Sie existiert tatsächlich  in Fleisch und Blut.  Die meisten ihrer Geschichten basieren auf wahren Begebenheiten. Beim Aufschreiben habe ich mir lediglich die Freiheit herausgenommen, die Ereignisse, wie sie sich abgespielt haben könnten,    in einigen   Kleinigkeiten   aufzupolieren.